Die Venezianer und das Mangan

Es stimmt, die Venediger waren bei uns, in Deutschland, auf der Suche nach Edelmetallen, edlen Steinen und auch auf der Suche nach "Kobold-Erz" (Kobalt) und sogenannten "Schwarzen Steinen" (Manganerz) - zur damaligen Zeit als Magnesia nigra bezeichnet. Ob nun als Walen, mit und ohne h, Venezianer, Venediger, Venedigermandln, Erzmännlein .... bezeichnet, spielt erst einmal keine Rolle. Alles Begriffe für ein und dasselbe. Je nach Gebiet, wo sie gesehen wurden. Das ist also ein Streit um des Esels Schatten. Alles Geschichten, und viele sind wahr. Jede Sage enthält ein Quäntchen Wahrheit. Und so ist es auch hier. In Thüringen, meiner Heimat, meist als Erzmännlein oder Venedigermandln bezeichnet. Sie waren bei uns auf der Suche nach dem begehrten Manganerz für die Glasindustrie auf der Insel Murano. Denn zur damaligen Zeit hatten nur die Venezianer die richtige Rezeptur Glas umzufärben oder zu einem leichten Graustich zu "entfärben" Das hat P. Kurzmann hervorragend beschrieben. Den Beitrag von Peter Kurzmann kann sich jeder bei Archäologie online unter dem Namen: "Das Märchen vom entfärbten Glas" runter laden, oder durchlesen. Das ist kein Thema. Und über diesen Artikel bin ich, oder besser gesagt, sind wir, die AG Mangan - das muss ich schon so richtig schreiben - erst zum Grübeln gekommen. Mangan? Und was haben die bei uns abgebaut? Mangan! Und so langsam hat die Sache Fahrt aufgenommen. Inzwischen haben wir schon Vorträge in der Mühle gehalten, teils mit kleinen Rollenspielen, zum Thema Venezianer im Thüringer Wald. Auch auf dem von uns angelegten Bergbaupfad - Braunsteinweg - genannt, haben wir einen Walenstein nachgebildet. Die wichtigsten Unterlagen, Bücher habe ich unter Google-Books gefunden. Dort gibt es ein Buch mit dem Namen: "Die Geschichte des Braunstein" schon ziemlich alt. Dort wird der Name Magnesia nigra erklärt und es gibt, so glaube ich auch einen Quervermerk auf die reinigende Wirkung bei der Glasherstellung in Venedig. Der Name Pyrolusit ist ja auch verräterisch, kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Pyro - Feuer; lousin - reinigen. Also unter Feuer reinigen - Bezug auf die Verwendung in der Glasindustrie. Schöner Mineralienname - wünschte ich mir öfter. Aber auch schon die Ägypter, Griechen und Römer kannten das Geheimnis vom Glas bereits. Nur ist das dann im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Wie die Venezianer an das Geheimnis kamen, wird wohl kaum noch zu ergründen sein. Wahrscheinlich haben sie das Geheimnis aus Byzanz erhalten. Fakt ist aber, dass das Geheimnis der Glasverarbeitung aufs Schärfste gehütet wurde und jeder Glasmacher aus Murano bei Preisgabe der Rezeptur mit seinem Leben dafür büßen musste - zunftgerecht mit einem vergifteten Glasdolch erstochen wurde. Was nun die Frage der Smalte betrifft, so ist hier eindeutig das sehr begehrte Kobalterz (Skutterudit) gemeint, welches beim Verkauf in Gold aufgewogen wurde. Denn nur mit diesem Erz waren die Glasmacher in Murano in der Lage das begehrte kobaltblaue Glas herzustellen. Als Smalte wurde schon immer der aus den Kobalterzen Skutterudit und Safflorit und deren Sekundärmineralien Erythrin und Asbolan gewonnener blauer Farbstoff bezeichnet. Damit war niemals Lapis-Lazuli (blauer Stein) gemeint. Wenn das so in älteren Büchern steht, ist das ein Fehler, dem geründet, das auch daraus blauer Farbstoff gewonnen wurde. Auch der wurde anfangs in Venedig zum Blaufärben des Glases verwendet. Nur war der viel zu teuer. Ultramarin wurde erst viel später erfunden - und zwar künstlich. Das Ultramarin brach dem Kobaltmonopol von Sachsen endgültig das Genick. Schön geschrieben im Mineralienmagazin "LAPIS" Nr. 5/2010 - "Wege zum Edlen Blau: Keramische Blaufarben in Deutschland" Jeder kennt das Meißner Porzellan mit seinen blauen Schwertern auf der Rückseite. Und womit wurden die schon immer gemacht? Aus Smaltefarbe. Von Anfang an. Böttger erfand das Porzellan wo? In Meißen. Und welche Farbe hatte das erste Muster? Blau - Kobaltblau. Und deshalb hatte Sachsen mit seinen reichen Kobaltvorkommen auch das Monopol auf Kobaltfarbe - Smalte in Europa. England versuchte das zwar zu unterwandern, scheiterte aber. Aber die Venezianer kannten das Geheimnis, und was sie daraus mit dem Glas machen konnten. Also sandten sie ihre Boten aus, auf der geheimen Suche nach diesem Erz, und wo? Natürlich in Sachsen, und wo genau? In Schneeberg, denn dort wurde das Erz massig gewonnen. Über welche abenteuerlichen Wege sie dahin gekommen sind? ..... keiner weiß das. Blaues Glas in der Kathedrale von Chartres - ohne die Venezianer? Wer soll das Glas hergestellt haben? In Frankreich kannte niemand damals das Geheimnis. Nur Louis der 14.-der Sonnenkönig hatte es geschafft Glasmacher aus Venedig zu sich nach Frankreich zu bringen, und so weit wie ich weiß, hat das auch nur einer überlebt. Die anderen wurden ermordet, zunftgerecht mit einem Glasdolch. Also das Glas für die Kathedrale von Chartres hat eindeutig Venedig gemacht. Kam, so glaube ich auch sehr deutlich in dem Fernsehbeitrag rüber. Das blaue Glas in den Fenstern der Kathedrale von Chartres wurde in Murano hergestellt. Erzeugt aus Kobalterz aus Schneeberg in Sachsen. Das ist bewiesen. Als Smalte wurde der aus dem Kobalterz hergestellte Farbstoff, das Kobaltblau, bezeichnet. Das hat nichts mit Saphir oder Azurit zu tun. Und es stimmt auch nicht, wenn bei Wikipedia in der Diskussion zu den Walen geschrieben wird, dass sich die Landesherren nicht für unedle Metalle im Boden interessierten. Sachsen hatte zur damaligen Zeit sogar das Monopol auf Smalte in Europa. Und dieser Farbstoff wurde in Gold gehandelt. Also war es doch nur logisch, dass sich die Venezianer - ich bleibe jetzt mal bei dem Begriff, weil er am deutlichsten ist - im Verborgenen aufhalten mussten. Sie waren Einzelgänger, taten bei der einheimischen Bevölkerung geheimnisvoll, stellten komische Fragen, auf die sich die doch recht "primitive Bevölkerung" kaum einen Reim machen konnte. So kamen die Geschichten um sie erst in Gange. Sie graben nach Gold und Edelsteinen und im Herbst zieht es sie mit gehuckten Schätzen wieder nach Hause. Das ist doch eine wunderbare Erklärung für alles. Und wen wundert es denn, das die Venezianer ausgerechnet in Deutschland nach diesen Erzen suchten - nebenbei erwähnt, auch nach Gold und Silber und Edelsteinen (Achate). Von Deutschland ging doch der "moderne" Erzbergbau aus. Wer war denn Agricola? Ein Sachse mit Namen Georg Bauer. Er beschrieb doch den Bergbau in seiner Enzyclopädia - und zwar den Bergbau im Erzgebirge. In Italien waren zur damaligen Zeit keine Mangan- und Kobaltlagerstätten bekannt, aber die Lagerstätten in Deutschland schon. Nur wusste, zumindest was das Mangan angeht, die heimische Bevölkerung nichts damit anzufangen, außer die "schwarzen Steine" geben eine braune Glasur in der Keramikverarbeitung. Was man alles noch damit machen kann, war unbekannt. Und somit waren Manganerze auch nicht bauwürdig. Für was? Aber die Glasmacher in Murano wussten um den Wert dieser "Steine" Also schickten sie ihre Leute in die entsprechenden Gebiete mit dem Auftrag die Erze zu besorgen. Sie brauchten sie ja, und sie entlohnten fürstlich. Bei uns hier im Gebirge gibt es heute noch Flurbezeichnungen, welche auf das Vorhandensein der Venezianer hinweisen. Güldene Brücke, Venezianerbrunnen, Waldsberg ... und an diesen Stellen ist kurioser Weise auch das Auffinden von Manganerz und "edlen Steinen" - Achatkerne in den Scheekopfkugeln - nachweislich. Es passt also alles zusammen. Bei Wikipedia, Walen, Diskussion wird der Fernsehbeitrag über die Venezianer etwas böse zerrissen. Der Herr Liessmann weiß in diesem Beitrag sehr wohl von dem, was er dort sagt. Er ist ein Kenner des Harzes und auch hier waren die Venezianer - Ilfeld, das bekannte Manganerzrevier. Es ist falsch, bei dem Beitrag von Märchen zu schreiben. Alles hat einen wahren Hintergrund. Auch der Quervermerk in diesem Beitrag zu den Gartenzwergen. Viele haben einen im Vorgarten stehen - nur wissen sie nichts über deren Geschichte. Bei mir um die Ecke, in Gräfenroda, liegt die Geburtswiege dieser Zwerge. Und sie sind sehr wohl auf die Venezianer angespielt. Denn sie waren dort. Nun zu den Walen-Büchern. Bei Wikipedia, Walen, Diskussion schreibt jemand, er hätte ein Walenbuch im Original zu Hause. Soweit mir bekannt ist, ist nur ein Walenbuch in Mitteleuropa erhalten geblieben. Und das befindet sich entweder in Königsberg im Schloss, oder in einem Museum in Sachsen - da bin ich mir jetzt nicht so sicher. Wenn er also ein echtes Walenbuch sein Eigen nennen kann, dann würde ich es nicht so heraus posaunen - das ist Kulturgut - und nicht mit Gold zu bezahlen!?! Aber findige Herren schrieben damals in Deutschland Walenbücher nach, und verkauften sie an die Bevölkerung mit der Prognose, wenn du alle die hier beschriebenen Fakten beachtest, dann kommst du auch zu Reichtum. Es war also, um in heutiger Sprache zu bleiben, ein super PR-Gag. Und viele vielen darauf hinein. Also Fazit zum Abschluss: die Venezianer waren hier bei uns in Deutschland. Sie taten geheimnisvoll, sprachen eine andere Sprache, waren klein von Wuchs und immer mit einem Hut, auch als Zipfelmütze bezeichnet, unterwegs. Sie blieben im Verborgenen und suchten ihre "Reichtümer" meist alleine, um dann im Herbst wieder nach Venedig zurück zu kehren. Von diesen Menschen sind in der deutschen Geschichtsschreibung viel Mythen und Legenden entstanden. Oft sehr übertrieben, aber doch mit einem Kern an Wahrheit.
Vielleicht mal etwas aus meiner Ecke zu den Walen. Was trieben sie bei uns? Nun ja ganz leicht erklärt. Sie waren auf der Suche nach dem begehrten Manganerz. Dabei ist mir beim Durchforsten der Literatur ein Problem aufgefallen, welches mich bei jeder Führung durch die Braunsteinmühle immer etwas stocken lässt. Denn ich weiß ja nicht im Vorfeld, was ich für ein Zielpublikum habe. Mal ist die Rede vom Pyrolusit als Glasmacherseife und mal die Rede vom harten Braunstein. Beim Pyrolusit ist das erklärbar: Pyro - Feuer; lousin-reinigen. Kommt aus dem Griechischen und erklärt den Reinigungsprozeß bei der Glasherstellung. Glas: Hauptbestandteile Quarzsand und Soda und Pottasche als Flussmittel. Der Quarz hat aber in unserer Heimat immer einen gewissen Eisenanteil, das ist geologisch bedingt, fast überall in Europa so. Und dieses Eisen geht natürlich beim Schmelzprozeß auch in Lösung und färbt das Glas je nach Wertigkeit grünlich (2-wertig) oder gelblich (3-wertig). Gebe ich nun der Glasschmelze, speziell der grünen, Mangan hinzu, so setzt dieser Sauerstoff frei, und der freie Sauerstoff verbindet sich mit dem 2-wertigen Eisen. Es wird zu 3-wertigem Eisen und das Glas färbt sich gelblich. Da aber Mangan das Glas violett färbt, und gelb und violett Komplementärfarben sind, werden beide Farbtöne durch die UV-Strahlung auf unserer Erde aufgehoben, und das Glas bekommt einen gewissen leichten Graustich. Und dieser Graustich ist für das menschliche Auge nicht so stark wahrnehmbar, und somit sprach man früher von farblosem Glas, dem sogenanntem "Kristallo". Die Komplementärfarben kann man sehr schön an einem Regenbogen sehen. Auch deren Anordnung.
Wir sprechen alle von grünen Bäumen - warum? Weil der Aufbau unserer Augen das grüne Spektrum der ultravioletten Strahlung besonders hervorhebt. Wir sehen also grün immer zuerst, und es tut unseren Augen gut. Insekten sehen auf unserer Erde mit ihren Facettenaugen immer meißt einen mehr oder weniger starken rötlichen Ton - also rötliche Bäume.
Und die Glasmacher auf der Insel Murano kannten das Geheimnis des Umfärbens, während die Thüringer Waldglashütten immer mit Kaligläsern einen leichten bis starken Grünton des Glases erzeugten. Und das Glas war natürlich für Spiegel in den Fürstenhäusern nicht zu gebrauchen. Es war halt nur Haushaltsglas zu damaligen Zeit. Der große Run der Kaligläser setzte erst viel später ein, da deren positive Eigenschaften die heutige Glasindustrie mehr oder weniger beherrschen. Aber damals wusste man das noch nicht. Wir haben hier als Flussmittel aus Holz hergestellte Pottasche verwendet. Die Venezianer verwendeten aus Algen hergestellte Asche. Die war natriumreich. Also Natriumgläser. Die waren leichter ein schmelzbar, dünner zu verarbeiten und hatten keine Blasen oder Schlieren. Aber man brauchte das Mangan zum Färben und zum Umfärben des Glases. Und wo gab es Mangan in Menge? In den bekannten Revieren - Oehrenstock, Arlesberger Revier, Friedrichroda, Ilfeld - und auch noch in der besten, zur damaligen und auch heutigen Zeit gemessenen Qualität. Und auf Grund des Ausstreichens der Gänge bis an die Erdoberfläche - Rasenläufer - war es auch leicht, die gewünschten Erzbrocken auf zu sammeln - keine bergmännische Tätigkeit. Einfaches Seifen in der Jügenitz, wie die Jüchnitz damals hieß. Die brauchten ja keine großen Mengen. Ein einfacher Rucksack reichte fürs Jahr. Im Frühjahr hin, im Herbst zurück. Und die hiesige Bevölkerung wunderte sich, ob der Fremden, welche in den Wäldern und der Jügenitz deren gar seltsam schwartzen Steinen suchten, so doch darherin nicht des Goldes oder Silber oder Kupfer gelegen zu seihet scheinet. Welch unnütz Machwerk der Finsteren auf Erden, treibens doch den Bergkmann in Verwünschung und Verderben. Gespenster, so saget man seien am Wercke und verstehen auf die verderbenste süßlichste Art des Bergkmanns Auge zu verblendten und des Verstandtes zu bemächtigen, ob des so glantzigen Anblickes der Stufen. Ach, die so armen, kleinen Zwergke, welch doch so eindrücklichst deren schwartzen Steinen habhafts werden wollten, gingen wohl alle ins Verderben. Und das war genau das, was sie wollten. Alleine gelassen werden. Und keiner kümmerte sich um sie, oder fragte nach.
Es gab in den 1930èr Jahren mal eine Heimatzeitschrift "Heimat - Glocken" in Gräfenroda. Und da wurde ein Bericht abgedruckt. Ehre der gefürsteten Grafschaft Henneberg (Anhang) 1702, aus dem ungedruckt gebliebenen Werke von Junker. Da wird geschrieben: " ... Es gehet ein beständiger Ruf, das noch bis diese Stunde, von der viel hinweg gehohlet werden, von den Erz und Stufen-Crämern, wiewohl diese Tradition fast von allen Erz-Gebirgen, wo etwas reichhaltiges zu vermuten gehet, doch ist gewiß, daß viel davon so in Cobaltischen und Spatischen Dingen bestehet, nach Venedig durch die Materialisten, denen sie von obgedachten Leuthen gebracht, und zu Colovierung auch Schmelzung der Gläser gebraucht werden, doch gibt es in den von den Wurzeln befindlichen Wassern, Brunnen und Bächen, Gold-Körner, so rund, braun, würflicht, gelb und inwendig aus Glas, indem allerhand Letten, so meistentheils braun, roth und gelb, welche minerae Falores sind und die schönste Medizin geben, auch gleich als einen Gold Soleition in der Arbeit sich zeigen. Es gibt auch da Castanien braune Jaspis-Steine item in denen zerschlagenen Platten, welche noch die weiße Letten-Art in ihrer Coagulation behalten, artige Stieren, welche häufig gleichsam wie aus einer Kugel oder Knopf-Form heraus fallen......" Ja, die Venezianer haben echt die Achate gesammelt, und nach Venedig gebracht. Nur Sagen und Legenden sind übrig geblieben, weiter gegeben in Geschichten an die Kinder und Kindeskinder, und die Aufnahme als Figuren - die Gartenzwerge, welche immer schon bergmännischen Symbolcharakter hatten. Zipfelmütze, Laterne, Schlägel, Schaufel und Hacke. Niemals Blumen in den Händen, oder mit ner Gießkanne ec. pp. Das kam erst in unserer heutigen ach so kritischen Welt. Ob der Liessmann einen Artikel über die Gartenzwerge geschrieben hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber in dem Fernsehbeitrag hat er absolut die richtigen Rückschlüsse gezogen. Ein Besuch in Gräfenroda im Gartenzwergenmuseum gibt da etwas mehr Aufschluss. Aber immer etwas hinter die Erklärungen und die Zwerge schauen. "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." - ein sehr bekannter Spruch von "Der kleine Prinz" . Fakt ist da eines: die Gartenzwerge wurden hier erfunden, und die Affinität zu den Venezianern ist unumstößlich. 
Nur, was für genaue Sagen möchte man  denn gerne? Die da schreiben, am 12. 10. 1389 hat ein Herr Zwerg in unseren Revieren beim Hansens Jacob die Anfrage getätigt, woh denn in diesen hiesigen Gefilden schwartze Steine ob des Baches Jügenitz der erhaben in wohl köstlichster vorzüglichster Schönheit dessen Bette des Baches zu ergründen seihe? Das wäre dem wohl zu viel erwartet. Das wünschte ich mir auch, und wenn Sie mal auf so eine Quelle treffen, dann lassen Sie es mich bitte wissen. Wenn man etwas über die Walen heraus bekommen möchte, dann geht das nur über die Bergbau-Schiene. Alles andere ist absurd. Die haben sich nicht mit Getreide, Mais, Erdbeeren ec.pp. beschäftigt. Denen ging es nur ums Erz. Das muss man in dieser Rubrik verstehen. Und vieles, was später geschrieben wurde ist maßlos übertrieben.
Ich bin im Übrigen Mitglied des Heimatvereins Geraberg, Mitglied der AG Manganerzbergbau Thüringen und der Mühlenführer der Braunsteinmühle Arlesberg - ich musste mich also auch mit diesem Thema beschäftigen, da es mein Arbeitsgebiet 100%ig berührt.